Soll ich mein kreatives Hobby zum Beruf machen und kann ich damit Geld verdienen?

Soll ich mein Hobby zum Beruf machen?

Ich möchte dir in diesem Artikel gerne dabei helfen, herauszufinden, ob du dein Hobby zum Beruf machen solltest und ob es eine Möglichkeit gibt, damit Geld zu verdienen bzw. sogar davon zu leben.

Soll ich mein Hobby zum Beruf machen?

Die meisten Menschen üben – wenn sie noch die Energie dafür haben – ihre Hobbies nach der Arbeit aus, um sich zu entspannen. Ich persönlich denke jedoch, dass es viel besser ist, eine Arbeit auszuüben, die für uns schon entspannend wirkt, die wir mit Liebe, Hingabe und Leidenschaft machen. Denn viel zu oft ist man nach der Arbeit, die man nur ausübt, weil man das Geld braucht, viel zu geschlaucht, um noch seinen Hobbies nachzugehen. Selbst wenn diese entspannend wirken würden. Und wenn schon, verbringt man 2/3 des Lebens mit einer Arbeit, die einem nicht gefällt das ist eigentlich ein Wahnsinn.

Hobby zum BerufIch weiß nicht woher der Glaube kommt, dass man mit seinem Hobby kein Geld verdienen kann und dass etwas, das Spaß macht, keine Arbeit ist und schon gar kein Geld wert.

Aber wieso sollte das nicht gehen? Macht man eine Arbeit nicht besser, wenn man sie mit Liebe tut? Bekommt der eigene Kunde nicht mehr Wert, wenn man sich dem fertigen Produkt mit Hingabe gewidmet hat?

Wer hat diesen idiotischen Spruch “Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen” überhaupt erfunden? Arbeit sollte Vergnügen SEIN.

Das ist nicht nur blanke Theorie. Ich lebe jetzt seit 8 Jahren von meinem kreativen Hobby, das ich über meinen Online Shop verkaufe. Ich verdiene damit ein Vollzeit-Einkommen und habe nebenbei sogar noch Zeit, anderen Menschen zu helfen, auch von ihrem eigenen Hobby zu leben. Also es geht. Und ich habe bestimmt kein außergewöhnliches Talent. Ich weigere mich nur, Dinge zu tun, die ich nicht tun will und habe so einen Weg gefunden, mein Hobby zum Beruf zu machen.

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, du könntest damit erfolgreich leben und Geld verdienen? Würdest du deinen Zombie-Job kündigen? Würdest du lieber den ganzen Tag nähen, häkeln, basteln, malen, werkeln und tüfteln? Wer würde das nicht wollen 🙂 Und es gibt immer einen Weg, wenn man es will – immer.

Welche Arten von kreativen Hobbies gibt es?

Ich denke, es gibt zwei wesentliche Bereiche, die sich sehr voneinander unterscheiden: Kunst und Kunsthandwerk.

Kunst wird durch die eigenen Emotionen geschaffen. Der Künstler hat nicht im Sinn, dass sein Werk jemand anderem gefallen muss. Er schreibt keine Lieder für die Masse, um möglichst viel Geld zu verdienen. Sondern er kreiert Bilder oder Musik, um seine Emotionen auszudrücken und zu verewigen. Dadurch entsteht ein Kunstwerk, das andere Menschen emotional anspricht, oft wenn sie die Emotionen des Künstlers teilen. Daher ist Kunst auch Geschmacksache, weil es den einen emotional berührt, während es den anderen kalt lässt. Kunst hängt man zum Beispiel an die Wand, stellt sie als Dekoration auf oder hört sie sich als Lied an, wodurch Emotionen entstehen bzw. besser verarbeitet werden können.

Kunsthandwerk verbindet Kreativität mit Funktionalität und erfüllt einen Zweck. Das Ergebnis kann von anderen Menschen verwendet werden. Kunsthandwerk wird rational benutzt, zum Beispiel als handgenähte Tasche, als Kleidung, Schmuck oder Möbelstück. Der Erschaffungsprozess von Kunsthandwerk ist genau gegenteilig zu dem von Kunst. Denn ein Kunsthandwerker konzentriert sich nicht auf sich und seine Emotionen sondern auf die Funktionalität für sich und andere Menschen.

Wie kann man als Künstler Geld verdienen?

Ein Künstler kreiert das Werk zuerst für sich und dann gefällt es jemand anderem oder auch nicht. Es ist letztendlich egal, denn das Werk hat er ja nur für sich kreiert – ob er nun dafür Geld bekommt, oder nicht. Und deshalb, weil Kunst sich um die eigenen Emotionen dreht und es schwer bzw nicht der Sinn der Sache ist, Kunst für andere Menschen und deren Emotionen zu erschaffen, hat Kunst den Ruf erlangt, nicht sehr lukrativ zu sein.

Soll ich mein Hobby zum Beruf machen?Ich zähle mich zu den Kunsthandwerkern und habe nicht viel Erfahrung mit dem Verkauf von Kunst oder Musik. Ich denke mir nur, es ist wie überall – der Erfolg beginnt im Kopf.

Als Künstler hat man vielleicht schon eine voreingenommene Einstellung, die einen davon abhält, es überhaupt zu versuchen. Ich glaube, auf diese Art verschwenden sehr viele Menschen ihr einzigartiges Potential.

Ich kenne ein paar Künstler und da scheint es in Stein gemeißelt zu sein, dass “das mit der Kunst ja so eine Sache ist”… oder “dass man als Künstler einen Nebenjob braucht”.

Selbst wenn das stimmt und sich die eigene Kunst aus welchen Gründen auch immer nicht so gut verkauft, dann gibt es dennoch einige Möglichkeiten, von der eigenen Kunst zu leben. Nämlich dann, wenn man sie – wie beim Kunsthandwerk – auf einen Zweck und somit auf andere Menschen ausrichtet. Geld bekommt man ja erst dann, wenn es einem anderen Menschen etwas wert ist, was man da so macht.

Eine Sache, die man tun kann – und ich bin sicher, das hast du dir schon überlegt, wenn du ein Künstler bist – ist, zu unterrichten. Falls du glaubst, du weißt dazu zu wenig, dann kann ich dich beruhigen: Es gibt immer Leute, die weniger wissen bzw noch nicht so viel Erfahrung mit einer speziellen Technik haben, die du schon besser beherrscht.

Falls du denkst, es gibt eh schon 1000 Malkurse, dann stimmt dich vielleicht meine persönliche Erfahrung um. Ich interessiere mich zum Beispiel für Retrofuturismus und Science Fiction Kunst, doch leider gibt es dafür keine Malkurse. Ich bin aber sicher, irgendwo in meiner Umgebung sitzt ein armer Science Fiction Künstler, dem ich viel Geld bezahlen würde, wenn er mich unter seine Fittiche nimmt. Warum will er nicht unterrichten? Ja, es gibt schon 1000 Malkurse in meiner Umgebung, wo alle im Kurs das selbe Bild malen – Enten, Blumen und Kirchen. Aber es gibt keinen Science Fiction Roboter Malkurs, wo mir mein Lehrer zeigt, wie ich meine eigene Vision von einer Roboter-Utopie umsetze. Ich habe das Bild im Kopf, aber ich kann es nicht zeichnen. Ich brauche einen Lehrer.

Und selbst, wenn es schon 1000 Malkurse für deinen Kunst-Stil gibt, dann besteht immernoch die Möglichkeit, die Vorgehensweise zu verbessern. Ich würde ja auch normale Malkurse besuchen, wenn sie a) nicht so extrem lange, also oft den halben Tag dauern würden, b) regelmäßiger und persönlicher wären und c) nicht alle Teilnehmer das Bild des Künstlers nachmalen müssten, um am Ende ein Foto zu machen, auf dem alle mit dem selben Werk abgebildet sind. Dazu kann man dann natürlich Kunst studieren gehen und so weiter, aber ich würde lieber einen Unternehmer, einen echten Künstler privat bezahlen und in kleinem Rahmen mit persönlichem Kontakt lernen.

Soll ich mein Hobby zum Beruf machen? 2Es gibt IMMER Wege, wie man etwas besser oder anders machen kann. Dadurch erzeugt man einen neuen Wert, für den man von anderen Menschen, die froh sind, dass es einen gibt, bezahlt wird. Es gar nicht erst zu versuchen ist sehr, sehr schade!

Wenn ein Hindernis, zu unterrichten ist, dass du nicht lehren möchtest, was du eh schon kannst, weil du dabei nichts lernst, dann möchte ich dich gerne ermutigen, dir Wege einfallen zu lassen, wie du beim Lehren auch etwas lernen kannst. Du hast durch dein Vorwissen schon einen besseren Zugang und kannst deshalb die Dinge schneller lernen oder evtl mit deinem aktuellen Wissen kombinieren, was deine Schüler nicht können. Und man weiß ja, wenn man jemandem etwas erklärt, der noch ganz am Anfang ist, versteht man es durch den neuen Blickwinkel oft sogar besser. Das löst sozusagen die Betriebsblindheit auf.

Vielleicht fallen dir selbst auch noch ein paar Möglichkeiten ein, wie du mit deiner Kunst Geld verdienen kannst. Du kannst auch versuchen, deine Kunst in ein Kunsthandwerk umzuwandeln. Ich habe zum Beispiel Künstler gesehen, die aus ihren Bildern Schmuck machen oder die derzeit extrem beliebten Coloring Books. Da malen Künstler Bilder, löschen die Farben raus, ziehen die Konturen nach und können sie einer wilden Meute von Coloring-Süchtigen hinwerfen, die diese Bilder dann ausmalen. Die Leute lieben das!

Damit will ich sagen – es gibt immer eine Möglichkeit, wenn man die richtigen Fragen stellt.
Nicht OB, sondern WIE!

Wie kann man als Kunsthandwerker Geld verdienen?

Ein Kunsthandwerker hat es wahrscheinlich etwas leichter mit dem Verkaufen von seinen Werken, da Kunsthandwerk immer auch eine Funktionalität hat und somit von anderen Menschen gleich benutzt werden kann. Dadurch, dass sich ein Zweck ergibt, entsteht auch ein Bedarf. Menschen suchen dann nach “Taschen”, “Schmuck”, “Babykleidung”, etc. und oft sogar mit dem Zusatz “handgefertigt”. Dieser Bedarf lässt sich recherchieren, um herauszufinden, ob nach deinen Kreationen gesucht wird. Dann brauchst du nur noch dort aufscheinen, wo gesucht wird und dein Produkt verkaufen.

War of the Worlds Anhänger by Eva WimmerDas geht zum Beispiel online über einen Shop oder offline in einem Geschäft. Zusätzlich kannst du auch Workshops geben, und anderen Menschen zeigen, wie du deine Kreationen herstellst, wie man mit speziellen Materialien umgeht, wie man sie kombiniert, wo man super Quellen für Materialien findet, und so weiter. Du kannst sogar deinen eigenen Klebstoff herstellen!

Ich habe einmal damit experimentiert, Bilder, die ich am PC gemacht habe, auszudrucken und daraus Anhänger und Ohrringe anzufertigen. Dazu benötigte man Glas-Cabochons, die man auf das Bild drauf klebt. Leider ist durch den Klebstoff die Tinte zerronnen, weshalb es sich eine Kunsthandwerkerin aus England zur Aufgabe gemacht hat, einen Klebstoff zu entwickeln, der das Bild zum Strahlen bringt, ohne dass die Tinte verläuft – sowohl bei Tintenstrahldruckern, als auch bei Laserdruckern. Was soll ich sagen, nach Monaten der Verzweiflung habe ich den Klebstoff bei Annie Howes gefunden und gekauft, da sie eine Expertin auf diesem Gebiet ist. Und es hat funktioniert und mir das Leben erleichtert. Eine ziemlich coole Art und Weise, als Kunsthandwerker sein Geld zu verdienen 🙂

Ich helfe dir, dein kreatives Hobby zum Beruf zu machen

Stell dir einmal dein Leben vor, wie es wäre, wenn du mit deinem Hobby Geld verdienen könntest. Wie würde sich dein Alltag gestalten? Wie würde es sich anfühlen, wenn du fürs Nähen, Häkeln, Basteln oder Tüfteln auch noch Geld bekommst? Wie wäre es für dich, von Zuhause zu arbeiten und kreativ sein zu können, wann immer du willst? Ich lebe dieses Leben seit 8 Jahren. Und ich finde es so schade, dass viele Menschen das Potential dazu hätten, diesen Schritt aus Unsicherheit aber nicht wagen.

Soll ich mein Hobby zum Beruf machen? 3Ich kann das jedoch sehr gut verstehen, denn es reicht ja nicht aus, einfach nur zu nähen und dann kommen Kunden von alleine. Man muss ja Marketing machen und braucht eine Website oder vielleicht sogar einen Online Shop. Ich hatte den Vorteil, dass ich mich zusätzlich auch noch für diese ganzen Webdesign und Marketing Dinge interessiere, weshalb ich mir meinen Shop selbst gebaut habe. Aber das ist natürlich nicht jedermanns Sache, ganz klar.

Deshalb helfe ich dir gerne dabei, herauszufinden, ob es eine Nachfrage für dein Hobby gibt (ja, die gibt es) und deinen Shop, deine Website oder was auch immer dazu nötig ist, zu erstellen. Schreib mir dazu einfach eine Nachricht und erzähl mir von dir, ich berate dich gerne persönlich. Und verzeih mir, falls ich dir viele Fragen stelle… denn ich bin echt neugierig, was du da alles so kreierst und wie man dein Potential zum Leben erwecken kann. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.